Kolloquiumsvortrag: 26. März 2019, Malte Könen


Analyse sowie simulative Abbildung der elektrischen Einspeisung von Laufwasser- und Speicherkraftwerken in Deutschland

Im Zuge der Energiewende soll die Energieversorgung in Deutschland umgestellt und der Einsatz erneuerbarer Energieressourcen zur Stromproduktion ausgebaut werden. Durch die Verwendung eines Simulationsmodells können unterschiedliche
Ausbauszenarien detailliert analysiert und bewertet werden. Allerdings hängt die Genauigkeit der Ergebnisse stark von dem verwendeten Simulationsmodell ab.

Deshalb wird im Rahmen dieser Arbeit ein Modell zur Simulation der Stromproduktion durch Wasserkraftwerke in Deutschland entwickelt, welches auf die individuelle Charakteristik jedes einzelnen Bundeslandes, unter Berücksichtigung aktueller meteorologischer Ereignisse, eingeht und eine genaue Modellierung der Stromproduktion ausWasserkraft ermöglicht. Außerdem erfolgt die Prüfung verschiedener Modell-Eingangsdaten. Zu diesem Zweck werden Abflusskurven, monatlich gemittelte Niederschlagswerte und saisonale Kurven miteinander verglichen.

Zusammenfassend zeigen die Untersuchungen, dass von der Verwendung von Abflusswerten als Eingangsdaten des Modells abgesehen werden sollte, weil die Datenlage deutschlandweit unzureichend ist. Die Nutzung von Niederschlagsdaten ist eine realisierbare Alternative. In Bundesländern, in denen kein Zusammenhang zwischen Niederschlags-, Abfluss- und Realdaten besteht, kann eine die Saisonalitäten des Landes beschreibende Kurve als Eingangsparameter des Modells verwendet werden. Durch die Verwendung der verschiedenen Eingangsdaten können für alle Bundesländer Deutschlands zufriedenstellende Simulationsergebnisse erzielt werden.

 

Ort: Raum 04.137, Martensstr. 3, Erlangen

Zeit: 11:05 Uhr