Kolloquiumsvorträge 26. September, Hümmer/Gürtner/Hübler


September 26, 2017
10:15to11:15

Zwischenvorträge Masterarbeiten im Projekt KOSiNeK á 15min Vortrag + 5 min Diskussion:

 

Benedikt Hümmer:

Herleitung des Einsatzes regionaler KWK-Anlagen zur Deckung der lokalen thermischen Last und Ableitung der resultierenden elektrischen Must-Run-Leistung

Im Rahmen der Weiterentwicklung eines Simulationsmodells zur Energiesystemanalyse des europäischen Energieversorgungssystems ist im Rahmen dieser Arbeit zunächst ein bestehendes Regionenmodell zur belastbaren Ableitung der regionalen Nachfrage elektrischer sowie thermischer Leistung auf Ebene der Landkreise basierend auf öffentlich verfügbaren Daten zu erweitern.
Anschließend soll eine Analyse der bestehenden Nah- und Fernwärmeversorgung in Deutschland und des Einsatz der bestehenden Infrastruktur der Wärmeversorgung erfolgen. Hieraus kann in Verbindung mit einer anlagenscharfen Betrachtung die elektrische Must-Run-Leistung zur Berücksichtigung in der bundesweiten Kraftwerkseinsatzplanung hergeleitet werden. Abschließend soll die Analyse des Reduktionspotenzials der Must-Run-Leistung mittels thermischen Speichern erfolgen

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Christian Gürtner:

Vergleichende Herleitung der Residuallast im deutschen elektrischen Energieversorgungssystem mittels eines Top-Down sowie eines Bottom-Up Ansatzes

Im Rahmen der Weiterentwicklung eines Simulationsmodells zur Energiesystemanalyse des europäischen Energieversorgungssystems ist im Rahmen dieser Arbeit ein Vergleich zweier Möglichkeiten zur Herleitung der elektrischen Residuallast im elektrischen Energieversorgungssystem durchzuführen. Zum einen sind historische Profile (Last, Einspeisung Erneuerbare Energien) für einen Top-Down Ansatz heranzuziehen und diese mit abzuleitenden Kenngrößen auf Modellregionen (z.B. Bundesländer) zu beziehen. Zum anderen sind auf Basis vorhandener und zu ergänzenden Daten zu den Modellregionen mittels eines
Bottom-Up Ansatzes regionenscharf korrespondierende Zeitreihen (Last, Einspeisung Erneuerbare Energien) zu ermitteln. Anschließend gilt es, die Ergebnisse beider Ansätze zu vergleichen und zu bewerten.

 

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Jakob Hübler:

 

Simulation und Modellierung von Aggregatoren verschiedener Kraft-werkstechnologien im deutschen Energiemarkt unter Einbeziehung zukünftiger Entwicklungsszenarien

Im Rahmen der Weiterentwicklung eines Simulationsmodells zur Energiesystem-analyse des europäischen Energieversorgungssystems ist im Rahmen dieser Arbeit der blockscharfe Kraftwerkseinsatz für Deutschland unter Berücksichtigung von Kraftwerksrestriktionen (z.B. Mindestleistung, Mindestbetriebsdauern, Mindeststillstandzeiten, Teillastwirkungsgrade) mittels der Verwendung eines Optimierers in AnyLogic zu modellieren. Hierzu muss zunächst recherchiert werden, welche Kraftwerkseinsatzmodelle in der Literatur bereits existieren und welche Kosten zu berücksichtigen sind. Weiterführend soll die Abbildung der Aggregatoren einzelner Kraftwerksblöcke sowie entsprechender Börsenmechanismen inklusive der Abbildung von Unsicherheiten über die Verfügbarkeit von Kraftwerksblöcken sowie der Einspeisung aus erneuerbaren Energien erfolgen.
Unter Einbeziehung öffentlich akzeptierter zukünftiger Entwicklungsszenarien (z.B. Netzentwicklungsplan) soll weiterhin die Notwendigkeit der Einbindung von großen Speichereinheiten in das Energieversorgungssystem analysiert werden.

 

Ort: Raum 04.137, Martensstr. 3, Erlangen